https://youtu.be/bIYyFLA_Mpc?si=0VTpBtwsXdDs5I3N
Verlorenes Deutschland

Danzig wurde zu 55 Prozent zerstört.
Dresden zu 60 Prozent.

Elbing — zu fast 100 Prozent.



Und trotzdem kennt kaum jemand diese Stadt.

Elbing war die zweitgrößte Stadt Ostpreußens.
85.000 Einwohner. 700 Jahre Geschichte.
Man nannte sie das «Schmuckkästchen» —
wegen ihrer mittelalterlichen Altstadt,
ihren gotischen Kirchen, ihren Speicherhäusern
am Fluss.

1237 gegründet — im selben Jahr wie Berlin.
Von Lübecker Kaufleuten. Als Hansestadt.

1358 war Elbing eines der Gründungsmitglieder
der Hanse. 1367 fand der große Hansetag —
das Parlament der europäischen Kaufmannschaft
— in Elbing statt.
1579 räumte Elbing den Engländern freien
Handel ein und wurde zum wichtigsten
Handelsplatz für englische Waren in Osteuropa.

Gustav II. Adolf von Schweden wählte Elbing
als seine Residenzstadt.

Im 19. Jahrhundert wurde hier Ferdinand
Schichau geboren — «die Krupps des Ostens».
Seine Werft baute Schiffe, Lokomotiven,
Torpedoboote. 3.400 Arbeiter. Der größte
Arbeitgeber Ostpreußens neben Königsberg.

Loeser & Wolff — die größte Tabakwarenfirma
Vorkriegsdeutschlands — hatte hier ihren Sitz.

Südlich der Stadt: ein Kanal, der Schiffe
über Berge schickt. Heute eines der Sieben
Wunder Polens.

Am 23. Januar 1945 begann die Belagerung.
Am 10. Februar 1945 drang die Rote Armee ein.
18 Tage. Fast 100 Prozent zerstört.
https://youtu.be/bIYyFLA_Mpc?si=0VTpBtwsXdDs5I3N Verlorenes Deutschland Danzig wurde zu 55 Prozent zerstört. Dresden zu 60 Prozent. Elbing — zu fast 100 Prozent. Und trotzdem kennt kaum jemand diese Stadt. Elbing war die zweitgrößte Stadt Ostpreußens. 85.000 Einwohner. 700 Jahre Geschichte. Man nannte sie das «Schmuckkästchen» — wegen ihrer mittelalterlichen Altstadt, ihren gotischen Kirchen, ihren Speicherhäusern am Fluss. 1237 gegründet — im selben Jahr wie Berlin. Von Lübecker Kaufleuten. Als Hansestadt. 1358 war Elbing eines der Gründungsmitglieder der Hanse. 1367 fand der große Hansetag — das Parlament der europäischen Kaufmannschaft — in Elbing statt. 1579 räumte Elbing den Engländern freien Handel ein und wurde zum wichtigsten Handelsplatz für englische Waren in Osteuropa. Gustav II. Adolf von Schweden wählte Elbing als seine Residenzstadt. Im 19. Jahrhundert wurde hier Ferdinand Schichau geboren — «die Krupps des Ostens». Seine Werft baute Schiffe, Lokomotiven, Torpedoboote. 3.400 Arbeiter. Der größte Arbeitgeber Ostpreußens neben Königsberg. Loeser & Wolff — die größte Tabakwarenfirma Vorkriegsdeutschlands — hatte hier ihren Sitz. Südlich der Stadt: ein Kanal, der Schiffe über Berge schickt. Heute eines der Sieben Wunder Polens. Am 23. Januar 1945 begann die Belagerung. Am 10. Februar 1945 drang die Rote Armee ein. 18 Tage. Fast 100 Prozent zerstört.
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